| Perspektiven zur Berufswahl |
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Brake (cr). Als „Generation Praktikum“ in Zeiten der Wirtschaftskrise einen Job zu ergattern, klingt gar nicht so einfach. Auf der Berufsfindungsmesse in Brake stellen Betriebe und auch Fachhochschulen viele interessante Perspektiven für die Auszubildenden von morgen vor.
Wer sich auf der Berufsfindungsmesse im Berufsbildungszentrums umsieht, erlebt Betriebe zum Anfassen. Bei dem Stand von Premium Aerotec GmbH können Schüler selbst anpacken und durch Nieten Bauteile verbinden, auf dem Stand des Hafen Brake leuchten so viel Knöpfe, dass man den einen oder anderen sicherlich gern selbst drücken würde. Bei dieser Gelegenheit können sich die Schüler bei den Auszubildenden über die Funktion dieser Technik und die Berufe erkundigen, die man im Hafen erlernen kann. Rund 2000 SchülerOrganisiert hat die Messe das Bildungsnetzwerk gemeinsam mit den Berufsbildenden Schulen. „Schon die erste Messe vor elf Jahren hat großen Zuspruch erfahren. Jedes Jahr erwarten wir rund 2000 Schüler, die sich über die verschiedenen Berufe informieren“, sagt BBS-Schulleiter Artur Post. Plötzlich schreitet eine junge Frau im Brautkleid durch das Schülergedränge und zieht einige Aufmerksamkeit auf sich. „Ich mache eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten beim Landkreis Wesermarsch“, erklärt die vermeintliche Braut. Und wozu das Kleid? „Viele junge Leute denken, dass Verwaltungsberufe sehr trockene Bürojobs sind. Tatsächlich ist die Ausbildung aber sehr vielseitig, und man kann später beispielsweise auch beim Standesamt arbeiten“, sagt Stefanie Koch, die mit ihrer Idee wohl zu den kreativsten Ausstellern gehört. Insgesamt sind auf der Messe rund 75 Betriebe zu finden, die eine ganze Berufspalette von Mechatroniker, Friseur bis zum Sozialfachangestellte vorstellen. „Die Schüler nehmen das Angebot sehr unterschiedlich auf. Einige haben sehr konkrete Fragen und sind sehr interessiert, andere sind noch unentschlossen und nehmen Fragebögen, die sie von den Schulen bekommen, zu Hilfe“, berichtet Dirk Schröder von der HKK. Er selbst lockt auf seinem Stand mit einem Glücksrad. Auf der Messe selbst wirken viele junge Besucher noch unentschlossen, denn für einige der Schüler ist das Berufsleben doch noch weit weg. Zufrieden sind sie dennoch, denn hier können sie Fragen stellen, erste Eindrücke gewinnen und sich orientieren. „Kann ich mit einem Realschulabschluss zur Polizei?“, fragt ein Jugendlicher. „Natürlich. Vom Realschulabschluss bis zum Polizeibeamten dauert es, wenn alles klappt, fünf Jahre“, erklären die Vertreter der Polizei. Fachhochschulen dabeiAußerdem bietet die Messe auch eine immer größere Plattform für diejenigen, die in wenigen Jahren ihr Abitur oder Fachabitur machen werden. Die Fachhochschulen Oldenburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven sind ebenso vertreten wie die niederländische Universität Groningen. Für die Unternehmen ist die Messe eine willkommene Gelegenheit, sich zu präsentieren. „Nach der Messe melden sich viele Betriebe bei uns, die im nächsten Jahr wieder dabei sein möchten“, sagt Inge Warns vom Bildungsnetzwerk. Die BBS präsentieren die eigenen Schulformen. „Wir haben hier die Bereiche von der Altenpflege und andere Sozialberufe bis hin zur Metalltechnik“, sagt Schulleiter Post. Die Organisatoren zeigen sich zum Ende der Messe erfreut über die Kreativität der Aussteller. Gibt es dennoch Änderungspläne für das nächste Jahr? „Auf der nächsten Messe wollen wir den jüngeren Schülern noch weiter entgegen kommen und ihnen etwa auf spielerische Weise zeigen, wie eine Bewerbung aussehen kann. Und möglicherweise spielt im nächsten Jahr der Jade-Weser-Port auch hier bei uns eine größere Rolle“, sagt Artur Post. |
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